Bürgerstiftung Hamburg
- Sitz
- 20095 Hamburg, Hamburg
- Rechtsform
- Bürgerstiftung
- Gegründet
- 1999
- Website
- buergerstiftung-hamburg.de
- Im Register
- seit 22.06.2018
Die BürgerStiftung Hamburg ist eine Gemeinschaftsstiftung, die Hamburgerinnen und Hamburger 1999 für ihre Stadt gegründet haben. Sie hat ihren Sitz in der Hamburger Innenstadt und setzt sich für Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt, bürgerschaftliches Engagement und eine nachhaltige Stadtentwicklung ein. Besonders am Herzen liegt ihr, dass Kinder und Jugendliche gut aufwachsen, vor allem in sozial benachteiligten Stadtteilen.
Eine Stiftung von Bürgern für Hamburg
Die Idee der Bürgerstiftung stammt von den amerikanischen Community Foundations. In Deutschland entstanden die ersten Bürgerstiftungen Ende der 1990er-Jahre. Die Hamburger Stiftung war nach eigenen Angaben die fünfte davon; gemessen an Stiftungskapital und Projektausgaben ist sie heute die größte ihrer Art in Deutschland. Ihre Arbeit tragen mehr als 300 Ehrenamtliche, ein hauptamtliches Team in der Geschäftsstelle sowie viele Spenderinnen, Spender, Stifterinnen und Stifter. Die Stiftung versteht sich als unabhängig und überparteilich. Sie möchte Menschen dazu bewegen, sich an gesellschaftlichen Aufgaben zu beteiligen, ob mit Zeit, Fachwissen, Ideen oder Geld.
Für ihre Arbeit hat die Stiftung mehrere Grundsätze formuliert. Sie bringt Menschen zusammen, die im Alltag wenig miteinander zu tun haben, und fördert Vielfalt und gegenseitige Achtung. Kindern und Jugendlichen ermöglicht sie neue Erfahrungen in Bildung, Kultur, Bewegung, Engagement und Umwelt. Menschen in schwierigen Lebenslagen hilft sie, Hürden zu überwinden. Initiativen aus den Quartieren fördert und berät sie, und sie bringt zivilgesellschaftliche Organisationen, Politik und Verwaltung miteinander ins Gespräch.
Themenfelder und Projekte
Die Projektarbeit ist in folgende Schwerpunkte gegliedert:
- Hamburger Anker: Eltern und Kinder stärken
- Hamburger Spielräume: außerschulische Projekte mit positiven Impulsen für junge Menschen
- Heimathafen: mehr Miteinander im Alter und Begegnung zwischen den Generationen
- Migrantisches Engagement: Unterstützung von Migrantenselbstorganisationen
- NATUR erleben, verstehen, schützen: Umweltbildung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stadt
- Starke Persönlichkeiten: Kultur, Bildung und Bewegung für Kinder und Jugendliche
- Demokratie stärken: Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Ukrainehilfe Hamburg: ein Bündnis, das Geflüchtete unterstützt
- Landungsbrücken: Patenschaften in Hamburg stärken
Dazu gehören auch Bachpatenschaften, bei denen Kinder ihre natürliche Umgebung kennenlernen und lernen, sie zu schützen.
Jugendumweltrat: junge Menschen entscheiden über Fördergeld
Den Jugendumweltrat gibt es bei der Stiftung seit 2020. Junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren beraten dort über Anträge Gleichaltriger für Klima- und Umweltschutzprojekte und vergeben dafür ein eigenes Budget. Gefördert werden etwa begrünte Schulhöfe, Fahrradwerkstätten oder Bachpatenschaften, mit bis zu 2.500 Euro pro Projekt. Die Idee muss von jungen Menschen kommen, und sie setzen das Projekt selbst um. Erwachsene dürfen beim Antrag helfen, und Ideen können auch an Schulen oder Hochschulen entstanden sein. Die Mitglieder des Rates treffen sich regelmäßig, machen Exkursionen und besuchen Workshops und Fachvorträge. Wer sich für Nachhaltigkeit interessiert, gern diskutiert und etwas Zeit hat, kann sich für eine Mitarbeit melden.
Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“
Im Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“ sammelt die Stiftung Geld von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen und unterstützt damit Projekte gegen gesellschaftliche Spaltung. Der Fonds richtet sich auf Stadtteile im Hamburger Osten und Südwesten, auf Zielgruppen, die antidemokratische Propaganda besonders anspricht, sowie auf Medienkompetenz und die digitale Sichtbarkeit der demokratischen Zivilgesellschaft. Anträge stellen können Vereine, Initiativen und kleine Organisationen. Die BürgerStiftung koordiniert den Fonds und das Antragsverfahren, das bewusst einfach gehalten ist. Über die Vergabe entscheidet ein Beirat aus Vertreterinnen der fördernden Stiftungen. Wer einen Antrag plant, kann sich vorher von der Stiftung beraten lassen. Ob und wann der Fonds für neue Anträge offen ist, erfahren Sie direkt bei der Stiftung.
Stiften, spenden und sich engagieren
Die BürgerStiftung Hamburg kann man auf verschiedene Weise unterstützen. Wer eigenes Vermögen dauerhaft einsetzen möchte, kann unter ihrem Dach einen Stiftungsfonds, eine Treuhandstiftung oder einen Themenfonds einrichten. Möglich sind auch Spenden, Geschenkspenden, eigene Spendenaktionen und Zuwendungen im Testament. Ehrenamtliche Mitarbeit in Projekten und Arbeitsgruppen ist ausdrücklich erwünscht. Regelmäßig lädt die Stiftung zu Beratungen, Fortbildungen, Informationsabenden, Festen und Aufführungen ein.
Gremien, Transparenz und Wirkung
Vorsitzende des Vorstands ist Dr. Dagmar Entholt-Laudien, Geschäftsführer ist Rüdiger Ratsch-Heitmann. Ein Stiftungsrat sowie Beiräte für Vermögensanlage und Immobilien begleiten die Arbeit. Die Stiftung ist seit ihrer Gründung als gemeinnützig anerkannt und untersteht der Aufsicht der Hamburger Justizbehörde. Sie hat die Selbstverpflichtung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet und trägt das Gütesiegel für Bürgerstiftungen des Bundesverbands, seit es dieses gibt. Eine eigene Stabsstelle überprüft die Projekte fortlaufend mit Monitoring und begleitenden Evaluationen. Die Ergebnisse teilt die Stiftung auch mit ihren Förderpartnern.
Diese Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung aus der Website der Stiftung erstellt und bei der Eintragung geprüft.