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Stiftungsindex Stiftungsverzeichnis · seit 2018
SI-000602

Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Sitz
Heidelberg, Baden-Württemberg
Rechtsform
Stiftungs-GmbH / gGmbH
Gegründet
1995
Im Register
seit 22.06.2018

Die Klaus Tschira Stiftung ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Heidelberg. Der Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira hat sie 1995 gegründet. Sie fördert bundesweit Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik in Forschung, Bildung und Wissenschaftskommunikation und möchte erreichen, dass diese Fächer in der Gesellschaft mehr Anerkennung finden.

Naturwissenschaften von der Kita bis zur Forschung

Die Stiftung setzt sehr früh an. Ihre Förderung beginnt bereits in der Kita und reicht über Schulen und Hochschulen bis zu Forschungseinrichtungen. Ein weiteres Anliegen ist der Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. In ausgewählten Fällen beteiligt sich die Stiftung auch an Bauvorhaben für die Wissenschaft, etwa am Hörsaal- und Lernzentrum audiMAX.

Nach eigenem Verständnis arbeitet die Stiftung unabhängig. Sie orientiert sich an Fakten und wissenschaftlicher Evidenz und sieht sich den Werten des Grundgesetzes verpflichtet. Sie will die Zukunft der Gesellschaft mitgestalten. Diesen Gedanken greift das Logo auf: Es zeigt die Lösung des Neun-Punkte-Problems, bei dem man neun Punkte mit vier geraden Linien in einem Zug verbinden muss. Das gelingt nur, wenn man über den vorgegebenen Rahmen hinausdenkt.

Eigene Projekte und Fördermittel auf Antrag

Die Stiftung setzt eigene Vorhaben um und finanziert zugleich Projekte anderer Träger. Fördermittel vergibt sie auf Antrag, sofern ein Vorhaben positiv begutachtet wurde. Anträge richten sich nach den jeweiligen Förderlinien zu den Schwerpunkten Forschung, Bildung und Wissenschaftskommunikation. Hinweise zum Ablauf und Antworten auf häufige Fragen stehen auf der Website der Stiftung.

Nach eigener Aussage unterstützt die Stiftung gezielt Ideen mit besonderem Potenzial und geht dafür auch ungewohnte Wege. Ihren Partnern lässt sie viel Spielraum bei der Gestaltung und begleitet sie strategisch. Ihr Ziel ist, dass Projekte erfolgreich abgeschlossen werden und dauerhaft wirken. Neben den eigenen Institutionen gehören Programme und Kooperationen wie Informatics for Life, der Klaus Tschira Boost Fund, SIMPLAIX, ESO Supernova, das Haus der Astronomie, die Tschira-Jugendakademie, Tiefgang-Talente an der Deutschen Journalistenschule, das EMBL Advanced Training Centre, MAINS und das Forum Deutsche Sprache zu ihren Aktivitäten.

Der Verbund der Klaus Tschira Stiftung

Mit ihren operativen Projekten und Ausgründungen bildet die Stiftung einen Verbund. Dazu gehören:

  • Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung: bildet pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte aus Kita und Grundschule fort, die Kinder an Naturwissenschaften heranführen
  • Jugend präsentiert: übt mit Schülerinnen und Schülern, im naturwissenschaftlich-mathematischen Unterricht Themen verständlich vorzustellen
  • Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS): betreibt Grundlagenforschung mit computergestützten Methoden und wertet große Datenmengen aus
  • Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT): bringt Erkenntnisse der Geoinformatik in die Praxis, etwa wenn Geodaten bei Katastrophen eingesetzt werden
  • Heidelberg Laureate Forum Foundation: richtet jährlich ein Treffen aus, bei dem Trägerinnen und Träger der wichtigsten Preise in Mathematik und Informatik mit Nachwuchsforschenden aus vielen Ländern ins Gespräch kommen
  • Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik): bringt Forschenden bei, mit Medien und Öffentlichkeit zu kommunizieren
  • Science Media Center Germany (SMC): liefert Medienschaffenden kostenlos und schnell gesicherte Forschungsergebnisse

Die KT Abrechnungsdienste in Heidelberg kümmern sich für die Organisationen des Verbunds um IT, Finanzen und Personal und verwalten Immobilien und Gebäude.

Mit Explore Science veranstaltet die Stiftung außerdem Erlebnistage in Mannheim, Bremen und auf der Insel Mainau. Kinder, Jugendliche und Familien können dort selbst experimentieren und forschen.

KlarText-Preis für junge Promovierte

Seit 1997 verleiht die Stiftung jedes Jahr den KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation. Ausgezeichnet werden Forschende, die ihre Doktorarbeit in einem allgemein verständlichen Artikel oder einer Infografik für Laien aufbereiten. Teilnehmen kann, wer in den beiden vorangegangenen Jahren in Biologie, Chemie, Informatik, Geowissenschaften, Mathematik, Neurowissenschaften oder Physik promoviert wurde. Arbeiten aus angrenzenden Fächern sind zugelassen, wenn sie sich einem dieser Bereiche zuordnen lassen.

Die besten Artikel und die beste Infografik erhalten jeweils 7.500 Euro. Sie erscheinen im Magazin KlarText, und ihre Autorinnen und Autoren werden in das Alumni-Netzwerk der Stiftung aufgenommen. Zur Vorbereitung können alle Bewerbenden E-Learning-Kurse zum verständlichen Schreiben und zu den Grundlagen der Wissenschaftskommunikation belegen. Eine Jury aus Wissenschaft und Medien wählt die Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren aus.

Stifter, Leitung und die Villa Bosch

Der Stifter Klaus Tschira lebte von 1940 bis 2015. Gesellschafterin der gGmbH ist heute die Familie Tschira. Die Geschäftsführung teilen sich zwei Personen: Lilian Knobel leitet die Bereiche Bildung und Wissenschaftskommunikation, Rafael Lang ist für die Forschung zuständig. Ein Kuratorium berät die Stiftung in strategischen Fragen. Über ihr Alumni-Netzwerk fördert sie auch den Austausch zwischen den Fächern.

Die Stiftung hat ihren Sitz in der denkmalgeschützten Villa Bosch in Heidelberg. Klaus Tschira erwarb das Haus 1994 und weihte es 1997 als Stiftungssitz ein. Früher wohnte dort Carl Bosch, der 1931 den Chemie-Nobelpreis erhielt. Später nutzte der Süddeutsche Rundfunk das Haus als Studio; in diesem Gebäudeteil ist heute ein Tagungszentrum untergebracht. Die Stiftung ist unter anderem Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, in der Max-Planck-Gesellschaft, im Informationsdienst der Wissenschaft, in der Metropolregion Rhein-Neckar und im Netzwerk Recherche.

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Diese Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung aus der Website der Stiftung erstellt und bei der Eintragung geprüft.

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