Robert Bosch Stiftung
- Sitz
- 70184 Stuttgart, Baden-Württemberg
- Rechtsform
- Stiftungs-GmbH / gGmbH
- Gegründet
- 1964
- Website
- bosch-stiftung.de
- Im Register
- seit 22.06.2018
Die Robert Bosch Stiftung wurde 1964 gegründet und geht auf den Unternehmer und Philanthropen Robert Bosch zurück. Sie ist gemeinnützig, unabhängig und überparteilich und arbeitet in drei Fördergebieten: Gesundheit, Bildung und Globale Fragen. Ihr Leitbild ist eine Welt, in der Menschen in Würde, Frieden und Freiheit leben können.
Die drei Fördergebiete
Die Stiftung sucht tragfähige Antworten auf große gesellschaftliche Herausforderungen. Gemeint sind chancengerechte Bildung, eine Gesundheitsversorgung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, und der Umgang mit dem Klimawandel. Ebenso geht es um eine menschenwürdige Gestaltung von Migration, ein starkes demokratisches Miteinander und wirksame Friedensarbeit vor Ort.
- Gesundheit: Die Stiftung arbeitet an einem zukunftsfähigen Gesundheitssystem. Ein Schwerpunkt ist der Bosch Health Campus in Stuttgart. Dort sind das Robert Bosch Krankenhaus, mehrere Forschungsinstitute, ein Bildungszentrum und das Robert Bosch Centrum für Innovationen im Gesundheitswesen unter einem Dach vereint.
- Bildung: Jedes Kind soll faire Chancen bekommen, seine Stärken zu entdecken und zu entwickeln. Die Stiftung befasst sich unter anderem mit Kita und Schule, Schulentwicklung, der Qualifizierung von Schulleitungen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht.
- Globale Fragen: Die Stiftung hilft Menschen und Organisationen, auch unter schwierigen Bedingungen selbstwirksam zu handeln und Strategien für globale Probleme zu entwickeln. Themen sind etwa Frieden, soziale Ungleichheit, Migration und Klimawandel.
In der Ukraine unterstützt die Stiftung die Zivilgesellschaft beim Wiederaufbau des Landes und dabei, widerstandsfähiger zu werden. Wichtiger wird in ihrer Arbeit auch die Frage, wie sich digitale Technologien wie KI zum Wohl der Allgemeinheit nutzen lassen.
Projekte und Programme in Deutschland und weltweit
Die Stiftung unterhält eigene Einrichtungen, fördert Projekte und entwickelt Förderprogramme. Sie ist in Deutschland, Europa, der Ukraine, Westafrika und Westasien tätig. Weltweit arbeitet sie mit rund 400 Partnerorganisationen zusammen und bringt ihre Erkenntnisse in die öffentliche Debatte ein.
Bekannt ist vor allem der Deutsche Schulpreis, mit dem Schulen für gute Bildungsarbeit ausgezeichnet werden. Im Deutschen Schulbarometer und im Vielfaltsbarometer veröffentlicht die Stiftung Studien zu Schule und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Weitere Vorhaben sind beispielsweise:
- Restart: Die Initiative unterstützt ukrainische Kommunen dabei, den Wiederaufbau gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern zu planen.
- Allzeitorte: Das Projekt bringt demokratische Teilhabe in den Alltag der Menschen.
- R(h)einverbindlich: Menschen aus Deutschland und Frankreich gestalten gemeinsam die Zukunft ihrer Grenzregion.
- M.E.T.A.: ein Fortbildungsangebot für Lehrkräfte, die KI im Unterricht einsetzen wollen
- Sundi: ein Chatbot mit verständlichen Gesundheitsinformationen zu Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung
- Global Centre for Climate Mobility, Migration Journalism Award und School for Peace
Auch im UWC Robert Bosch College in Freiburg engagiert sich die Stiftung.
Wie die Stiftung fördert und wie man Partner wird
Die Stiftung will mit ihrer Förderung Wirkung erzielen, die auf Dauer trägt. Je nach Ziel treibt sie Themen selbst voran, arbeitet in bilateralen Partnerschaften und Projektförderungen oder beteiligt sich an Allianzen. Die Zusammenarbeit soll auf Vertrauen und offener Kommunikation beruhen, ergebnisoffen sein und Entscheidungen gemeinsam treffen.
Wichtig für Antragstellende: Unaufgefordert eingereichte Anträge oder Projektideen werden weder bearbeitet noch beantwortet. Neue Partnerschaften entstehen über thematisch definierte Ausschreibungen, die die Stiftung auf ihrer Website veröffentlicht. Daraus geht hervor, in welchen Bereichen gerade Partner gesucht werden und wo realistische Chancen bestehen. Wer sich bewerben möchte, sollte deshalb regelmäßig nach passenden Ausschreibungen schauen. In Einzelfällen spricht die Stiftung geeignete Organisationen auch direkt an und entwickelt die Förderung dann gemeinsam mit ihnen.
Robert Bosch als Stifter
Robert Bosch wurde 1861 in Albeck bei Ulm geboren. 1886 gründete er in Stuttgart eine Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik, aus der der weltweit tätige Bosch-Konzern hervorging. Er führte als einer der Ersten in Deutschland den Achtstundentag ein und legte großen Wert darauf, seine Beschäftigten aus- und weiterzubilden. Als liberaler Demokrat setzte er sich für die deutsch-französische Aussöhnung und gegen Antisemitismus ein. Dem Nationalsozialismus stand er kritisch gegenüber, verfolgten Jüdinnen und Juden half er. Als Mäzen trat er erstmals 1910 hervor, mit einer Schenkung von einer Million Mark an die Technische Hochschule Stuttgart. Er starb 1942. Seine Werte Frieden, Freiheit, Toleranz und Würde prägen die Stiftung bis heute, ebenso sein Grundsatz, technischer Fortschritt müsse den Menschen dienen.
Finanzierung und Leitung
Die Stiftung ist als GmbH organisiert. Sie hält rund 94 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert ihre Arbeit aus deren Dividende. Unternehmen und Stiftung handeln dabei unabhängig voneinander. Nach eigenen Angaben hat die Stiftung seit ihrer Gründung rund 2,7 Milliarden Euro an Fördermitteln vergeben. Sie beschäftigt etwa 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Geschäftsführer ist seit Juli 2021 Dr. Bernhard Straub. Er war zuvor rund drei Jahrzehnte in Führungspositionen der Robert Bosch GmbH tätig. Als seine Nachfolgerin hat die Gesellschafterversammlung Atje Drexler in die Geschäftsführung berufen, die seit 2001 für die Stiftung arbeitet. Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung hat Christoph Kübel.
Diese Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung aus der Website der Stiftung erstellt und bei der Eintragung geprüft.