Immobilieninvestments sind für Stiftungen eine Möglichkeit, ihre Projekte zu finanzieren und dadurch ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Für Stiftungen gibt es zahlreiche Arten von Immobilieninvestments wie zum Beispiel direkte Immobilieninvestments sowie offene und geschlossene Immobilienfonds und Immobilienaktien.
Zu den Vorteilen von Immobilieninvestments für Stiftungen zählen unter anderem ein guter Cash Flow durch Mieteinnahmen sowie die Chance auf Wertsteigerungen. Zu den Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen gehören vor allem die hohe Kapitalbindung und der hohe Kapitalbedarf.
Viele Stiftungen nehmen bei ihren Investitionen Hilfe von Experten in Anspruch. Bei Immobilieninvestments für Stiftungen mit INCITA zum Beispiel profitieren Stiftungen von jahrelanger Erfahrung und einer großen Expertise im Immobiliensektor.
Im Folgenden wird genau erklärt, welche Immobilieninvestments es für Stiftungen gibt.
Welche Immobilieninvestments für Stiftungen gibt es?
Es gibt für Stiftungen vor allem direkte Immobilieninvestments sowie indirekte Immobilieninvestments wie offene und geschlossene Immobilienfonds, Immobilienaktien, Immobilienanleihen und digitale Immobilieninvestments.
In den folgenden Abschnitten stellen wir alle Immobilieninvestments für Stiftungen vor.
Direkte Immobilieninvestments
Direkte Immobilieninvestments sind Investitionen, bei denen Stiftungen Immobilien direkt und vollständig kaufen und anschließend von den generierten Einnahmen profitieren. Stiftungen kaufen zum Beispiel Wohnanlagen oder Bürogebäude, um durch die Mieteinnahmen eine Rendite zu erzielen.
Direkte Immobilieninvestments haben für Stiftungen den Vorteil, dass die Stiftung nach dem Kauf die volle Kontrolle über die Immobilie hat. Die Stiftung entscheidet eigenständig, wie die Immobilie gestaltet wird und an wen sie vermietet wird. Mit direkten Immobilieninvestitionen sind Stiftungen in der Lage, ihr Anlageportfolio ganz präzise ihren Bedürfnissen entsprechend anzupassen.
Bei direkten Immobilieninvestments besteht für Stiftungen ein erhebliches Klumpenrisiko, da der direkte Kauf von Immobilien mit erheblichen Investitionssummen verbunden ist. Eine breit angelegte Diversifikation ist für Stiftungen unerlässlich, um das Risiko von Immobilieninvestments zu streuen. In den folgenden Abschnitten werden andere Immobilieninvestments gezeigt, die für Stiftungen zur Risikodiversifikation beitragen können.
Offene Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds sind eine Art von indirekten Immobilieninvestments, bei der Stiftungen einen Teil ihres Kapitals gemeinsam mit anderen Anlegern sozusagen in einen Topf werfen und mit kleinen Beträgen in eine Vielzahl von Immobilien investieren.
Ein offener Immobilienfonds enthält zahlreiche Immobilien und verfügt daher über eine gute Risikodiversifikation. Die meisten offenen Immobilienfonds investieren in Immobilien, die einen guten Zustand und eine gute Mietauslastung haben, sodass eine stabile Rendite erzeugt wird. Das Risiko ist für Stiftungen bei offenen Immobilienfonds relativ gering, dafür fällt die Rendite jedoch nicht allzu hoch aus.
Geschlossene Immobilienfonds
Geschlossene Immobilienfonds sind indirekte Immobilieninvestments, bei denen Stiftungen zusammen mit anderen Anlegern in nur ein oder einige wenige Immobilien oder Bauprojekte investieren.
Anders als offene Immobilienfonds tragen geschlossene Immobilienfonds für Stiftungen ein hohes Risiko, da deutlich höhere Investitionsbeträge notwendig sind (meistens 10.000 Euro und mehr) und das Geld in nur einige wenige Immobilien investiert wird, sodass ein höheres Klumpenrisiko besteht.
Ein wesentlicher Teil des Risikos kommt für Stiftungen daher, dass die meisten geschlossenen Immobilienfonds in Immobilien und Bauprojekte investieren, deren Erfolg alles andere als garantiert ist. Viele geschlossene Immobilienfonds investieren zum Beispiel in langfristige Umwandlungen und Neubauprojekte, bei denen sich nur schwer absehen lässt, wie erfolgreich sie sein werden. Trotz des Risikos sind geschlossene Immobilienfonds für viele Stiftungen attraktiv, da die Rendite bei Erfolg sehr hoch ausfällt.
Immobilienaktien
Immobilienaktien sind für Stiftungen eine interessante Art von Immobilieninvestment, da Immobilienaktien sehr flexibel und liquide sind. Bei Immobilienaktien investieren Stiftungen nicht in Immobilien, sondern in Unternehmen, die im Immobiliensektor tätig sind, zum Beispiel Wohnungskonzerne.
Stiftungen können Immobilienaktien kaufen und dann von Dividenden und Kursgewinnen profitieren. Nach einem Kursgewinn lassen sich Immobilienaktien zum Beispiel gewinnbringend verkaufen. Die hohe Liquidität von Immobilienaktien hilft Stiftungen dabei, Kapital zu beschaffen, wenn sie es kurzfristig benötigen, zum Beispiel um einen Stiftungszweck zu erfüllen.
Eine besondere Form von Immobilienaktien sind REITs (Real Estate Investment Trust). REITs profitieren von besonderen Steuervergünstigungen und sind im Gegenzug dazu verpflichtet, mindestens 90 % der Gewinne an die Aktionäre auszuzahlen. Bei einer guten Auswahl sind REITs für Stiftungen besonders profitabel.
Immobilienanleihen
Immobilienanleihen sind eine Art von Immobilieninvestment, bei der Stiftungen einen Teil ihres Kapitals einem Emittenten aus dem Immobiliensektor leihen und dafür im Gegenzug Zinsen erhalten. Der große Vorteil von Immobilienanleihen für Stiftungen ist, dass die Gewinne durch den festen Zinssatz planbar sind. Ein Risiko von Immobilienanleihen ist, dass manche Emittenten von Immobilienanleihen insolvent werden, bevor sie die Anleihe zurückzahlen können. Bei der Insolvenz des Emittenten drohen der Stiftung große Verluste.
Digitale Immobilieninvestments
Digitale Immobilieninvestments sind eine Form von indirekten Investitionen, bei der Stiftungen über Online-Plattformen oder -Apps zusammen mit anderen Anlegern in Immobilien investieren. Wie bei Immobilienfonds erwerben Stiftungen bei digitalen Immobilieninvestments lediglich Anteile an Immobilien und werden dafür im Gegenzug an den Einnahmen beteiligt.
Nachfolgend besprechen wir die Vorteile und Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen.
Vorteile und Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen
Die wichtigsten Vorteile von Immobilieninvestments für Stiftungen sind laufende Einnahmen durch Mieteinnahmen sowie Stabilität und Wertsteigerung. Die größten Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen sind eine hohe Kapitalbindung und Illiquidität sowie ein hoher Kapitalbedarf.
In den folgenden beiden Abschnitten gehen wir im Detail auf die Vorteile und Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen ein.
Vorteile von Immobilieninvestments für Stiftungen
Die wichtigsten Vorteile von Immobilieninvestments für Stiftungen sind laufende Einnahmen durch Mieteinnahmen, Stabilität und Wertsteigerung sowie eine Diversifikation des Anlageportfolios. Stiftungen profitieren bei Immobilieninvestments von Steuervorteilen und einem Schutz vor Inflation.
In der folgenden Liste werden die größten Vorteile von Immobilieninvestments für Stiftungen erklärt.
- Laufende Einnahmen durch Mieteinnahmen: Ein großer Vorteil von Immobilieninvestments für Stiftungen ist, dass sie stabile Cash Flows in Form von Mieteinnahmen erzielen. Durch Mieteinnahmen entsteht für Stiftungen bei Immobilieninvestments ein kontinuierlicher Einkommensstrom, der für Sicherheit sorgt.
- Stabilität und Wertsteigerung: Immobilien bieten für Stiftungen Stabilität, da es sich um feste Sachwerte handelt, die bei guter Pflege nicht an Wert verlieren. Mit den richtigen Investitionen lässt sich der Wert von Immobilien steigern, sodass Stiftungen sie später gewinnbringend verkaufen können.
- Diversifikation des Anlageportfolios: Immobilieninvestments bedeuten für Stiftungen eine Diversifikation des Anlageportfolios. Zu Diversifikationszwecken sind Immobilieninvestments für Stiftungen sehr gut geeignet, da es sich um eine relativ stabile Anlage handelt und dadurch Verluste aus anderen Investitionen abgefangen werden können.
- Steuervorteile: Manche Stiftungen profitieren bei Immobilieninvestments von Steuervorteilen. Familienstiftungen zum Beispiel zahlen auf Mieteinnahmen und Immobilienverkäufen lediglich 15 % Steuern. Manche gemeinnützigen Stiftungen zahlen für Mieteinnahmen und Gewinnen aus Immobilienverkäufen überhaupt keine Steuern.
- Schutz vor Inflation: Immobilien bieten für Stiftungen einen Schutz vor der Inflation, da die meisten Immobilien im Laufe der Zeit an Wert zulegen, sofern sie in einem guten Zustand gehalten werden. Zudem sehen die meisten Mietverträge im Laufe der Jahre Mieterhöhungen vor, sodass der Inflation zusätzlich vorgebeugt wird.
- Unterstützung gemeinnütziger Zwecke: Stiftungen ist es mit gezielten Immobilieninvestments möglich, gemeinnützige Zwecke zu unterstützen. Für gemeinnützige Zwecke eignen sich zum Beispiel Investitionen in Pflegeheime oder Sozialwohnungen.
- Unmittelbare Kontrolle: Bei direkten Immobilieninvestments sind Stiftungen in der Lage, direkte Kontrolle über ihren Besitz auszuüben. Stiftungen können frei darüber verfügen, wie Immobilien, die ihnen gehören, gestaltet werden und an wen sie vermietet werden.
Im Folgenden kommen wir auf die Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen zu sprechen.
Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen
Die größten Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen sind eine hohe Kapitalbindung und Illiquidität, ein hoher Kapitalbedarf sowie ein Klumpenrisiko. Einkünfte sind bei Immobilieninvestments für Stiftungen nicht garantiert, es entstehen Instandhaltungskosten und es besteht ein Mietausfallrisiko.
Die wesentlichen Risiken von Immobilieninvestments für Stiftungen stellen wir in der folgenden Liste dar.
- Hohe Kapitalbindung und Illiquidität: Ein Risiko von Immobilieninvestments für Stiftungen besteht darin, dass das Kapital lange gebunden ist. Immobilien sind sehr illiquide, weil sie sich nicht schnell verkaufen lassen. Auch einige indirekte Immobilieninvestments wie Immobilienfonds sind sehr illiquide. Bei offenen Immobilienfonds haben Stiftungen erst nach einer Haltefrist von 2 Jahren die Möglichkeit, ihre Anteile zurückzugeben. Bei geschlossenen Immobilienfonds gibt es für Stiftungen gar keine Möglichkeit, die Fondsanteile zurückzugeben. Bei offenen und geschlossenen Immobilienfonds lassen sich Anteile bei Bedarf zwar vorzeitig verkaufen, dies ist aber fast immer mit Verlusten verbunden.
- Hoher Kapitalbedarf: Die Anschaffungskosten sind bei Immobilieninvestments für Stiftungen sehr hoch, da Immobilien teuer sind. Vor allem direkte Immobilieninvestments und geschlossene Immobilienfonds erfordern von Stiftungen hohe Investitionssummen.
- Klumpenrisiko: Direkte Investitionen in Immobilien haben für Stiftungen den Nachteil des Klumpenrisikos, da ein hoher Kapitalbetrag in nur einem Asset gebunden ist. Erweist sich die Immobilie nicht als Erfolg, entsteht für die Stiftung ein hoher Verlust. Bei geschlossenen Immobilienfonds besteht für Stiftungen ebenfalls ein großes Klumpenrisiko, da man bei geschlossenen Immobilienfonds in nur eine oder einige wenige Immobilien investiert.
- Einkünfte sind nicht garantiert: Wie nahezu alle anderen Investitionen sind auch Immobilieninvestments für Stiftungen kein garantierter Erfolg. Zwar gelten manche Formen von Immobilieninvestments als relativ sicher, zum Beispiel offene Immobilienfonds, doch ein Risiko besteht immer.
- Instandhaltungskosten: Immobilien verursachen Instandhaltungskosten, sodass für Stiftungen weitere Investitionen notwendig werden, wenn sie eine Immobilie direkt kaufen. Besonders schmerzhaft sind unerwartet auftretende Instandhaltungskosten, zum Beispiel weil ein Schaden am Gebäude entstanden ist, der repariert werden muss.
- Mietausfallrisiko: Bei Immobilieninvestments besteht für Stiftungen ein Mietausfallrisiko. Es ist immer möglich, dass Mieten ausfallen, weil Mieter ausziehen oder ihre Mieten nicht bezahlen können. Mietausfälle sind eine ernsthafte Gefahr für die Rendite.
- Wertsteigerung nicht kalkulierbar: Zwar lassen sich bei Immobilieninvestments Wertsteigerungen erzielen, doch diese sind nicht kalkulierbar. Eine genaue Planung der Gewinne, die man durch Wertsteigerungen erzielt, ist nicht möglich. Es besteht außerdem das Risiko, dass die Wertsteigerung nicht funktioniert und gar kein Gewinn erwirtschaftet wird.
- Immobilien machen Arbeit: Immobilien verursachen viel Arbeit, da sie verwaltet und in einem guten Zustand gehalten werden müssen. Stiftungen müssen die Arbeit entweder selbst übernehmen oder sie an eine Immobilienverwaltung abgeben, was weitere Kosten bedeutet.
Im nächsten Abschnitt besprechen wir, was Stiftungen bei Immobilieninvestments beachten sollten.
Was sollten Stiftungen bei Immobilieninvestments beachten?
Stiftungen sollten bei Immobilieninvestments vor allem die Lage, die Objektqualität und den Energieverbrauch beachten. Die Mieteinnahmen sind ein wichtiger Faktor, auf den Stiftungen beim Kauf von Immobilien achten sollten.
In der folgenden Liste sind die wichtigsten Faktoren zusammengefasst, die Stiftungen bei Immobilieninvestments beachten sollten.
- Lage: Stiftungen sollten bei Immobilieninvestments vor allem die Lage der Immobilien prüfen, denn der Standortfaktor entscheidet maßgeblich über den Erfolg und die Profitabilität der Immobilie. Stiftungen sollten sowohl die Mikrolage als auch die Makrolage der Immobilie bedenken. Die Mikrolage ist die unmittelbare Umgebung der Immobilie und betrifft zum Beispiel Verkehrsanbindungen und Einkaufsmöglichkeiten. Die Makrolage ist die weitere Umgebung der Immobilie, also zum Beispiel die Stadt. Am besten investieren Stiftungen in Immobilien, die sich in einer wirtschaftsstarken Makrolage befinden.
- Objektqualität: Die Objektqualität ist ein wichtiger Faktor, auf den Stiftungen bei Immobilieninvestments achten sollten. Eine gute Objektqualität ist wichtig für Stiftungen, damit eine hohe Attraktivität für Mieter besteht und um eine fundierte Grundlage für Wertsteigerungen zu bilden. Allgemein gilt, dass Immobilien in gutem Zustand ein geringeres Risiko darstellen, da deutlich weniger Zeit und Geld in weitere Investitionen gesteckt werden muss, um das Objekt zum Erfolg zu führen.
- Energieverbrauch: Stiftungen sollten bei Immobilieninvestments auf den Energieverbrauch des Objekts achten, da dies ein wesentlicher Kostenpunkt ist. Ein Gebäude mit effizientem Energieverbrauch erlaubt zum Beispiel höhere Mieten, während ein Objekt mit schlechtem Energieverbrauch niedrigere Mieten erzwingt und weitere Investitionen erfordert.
- Mieteinnahmen: Stiftungen sollten bei Immobilieninvestments darauf achten, dass die Mieteinnahmen möglichst hoch sind. Je höher die Mieteinnahmen, desto besser die Rendite. Gegebenenfalls lassen sich die Mieten mit dem örtlichen Mietspiegel vergleichen und anschließend erhöhen, um die Rendite zu optimieren.

Kommentar hinterlassen zu "Immobilieninvestments für Stiftungen"